Gesundheitsförderung - Definition 

Die am weitesten anerkannte Definition von Gesundheit stammt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Verfassung der WHO wird Gesundheit definiert als "[…] ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“.  

Der Begriff Gesundheitsförderung wurde 1986 bei der Ersten Internationalen Konferenz zu Gesundheitsförderung  in Ottawa als "Prozess definiert, der allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglicht und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigen soll." (vgl. Gesunde Hochschule, S.13) 

Durch diese Definition wird der Wandel von der pathogenetischen zur salutogenetischen Sicht auf Gesundheit deutlich.  Der pathogenetische Ansatz beschreibt ein Verständnis von Gesundheit, das sich auf die Vermeidung von Risikofaktoren und die Überwindung von Krankheiten konzentriert, also das Kranksein im Mittelpunkt hat. Im salutogenetischen Ansatz ist der Mensch nicht entweder krank oder gesund sondern befindet sich immer auf einem Kontinuum zwischen den zwei Polen. Ziel ist es, physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden zu fördern, Ressourcen zu stärken und damit das Auftreten von Erkrankungen zu vermindern und die Bewältigung dieser zu erleichtern.   

Dieser Ansatz ist auch für die Gesundheitsförderung an Hochschulen geeignet. Ziel einer Gesunden Hochschule ist es, Umfeld, Miteinander und Angebot so zu gestalten, dass gesundes Studieren und Arbeiten möglich ist

S. 1 : Gesundheitsförderung - Definition
S. 2 : Gesundheitsförderung - Geschichte


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