Setting Hochschule

Ein Setting ist einerseits ein soziales System, das gleiche Eigenschaften aufweist und den gleichen Umwelteinflüssen und damit Gesundheitsrisiken ausgesetzt ist, aber andererseits auch ein System, in dem die "Bedingungen von Gesundheit und Krankheit auch gestaltet werden können" (Gesunde Hochschule, S.59) . 

Das Setting Hochschule ist durch folgende gemeinsame Eigenschaften bestimmt: die Studierenden sind alle in einem ähnlichen Alter und verfügen über den gleichen Bildungsgrad. Außerdem gestaltet sich ihr Alltag ähnlich, sie haben zu bestimmten Zeiten Vorlesungen, das Wochenende meist frei, sie haben den gleichen Zugang zu Sportangeboten und Verpflegungsangeboten der Hochschule. Auch die Mitarbeiter einer Hochschule haben alle ein ähnliches Profil, unterschieden wird jedoch zwischen Lehrkräften, Führungskräften usw.

Der Setting-Ansatz eignet sich also, um eine möglichst ähnliche Zielgruppe mit Interventionen anzusprechen, hier Studierende und Hochschulmitarbeiter. Struktur- und Umgebungsänderungen betreffen alle gleichermaßen, bei Aktionen zur Gesundheitsförderung können alle teilnehmen, wenn diese direkt im Setting stattfinden.

Die Vernetzung spielt bei der Gesundheitsförderung im Setting eine große Rolle. Der ständige Austausch zwischen Hochschulleitung, Lehrkräften, Mitarbeitern der Hochschulorganisation und Studierendenvertretern ist Voraussetzung für die Entwicklung zu einer Gesunden Hochschule.  

Der Austausch zwischen Einrichtungen des gleichen Settings, hier also verschiedenen Hochschulen, kann dazu beitragen, dass Konzepte übernommen, Problemlösungsstrategien weitergegeben und Erfahrungen ausgetauscht werden. Ein Netzwerk über das sich verschiedene Hochschulen informieren und austauschen können trägt somit direkt dazu bei, dass der Weg zur Gesunden Hochschule besser gelingt.